Planunterlagen: Steilshoop11

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Inhaltsverzeichnis

Begründung

3.4.2. Bebauungs- und Nutzungsstruktur

Der Großteil des Plangebietes besteht aus den ehemaligen Schulflächen der „Schule am See“, deren Gebäude bereits abgerissen wurden und die 2019 in den neu errichteten Campus Steilshoop südlich des Plangebiets umgezogen ist. Darüber hinaus umfasst das Plangebiet Sportflächen eines Tennisvereins (THC Forsthof) und einen aus der Nutzung gefallenen Sportplatz.

3.4.3. Landschaftsplanerischer Bestand

Topographie

Für das Plangebiet wurde 2018 und 2023 eine Vermessung vorgenommen. In diesem Zuge wurden die Geländehöhen über Normalhöhennull (üNHN) aufgenommen. Das Gelände fällt im Geltungsbereich vom Borchertring in Richtung Bramfelder See von rund 20,5 m über Normalhöhennull (üNHN) um etwa 2,5 bis 3,0 m ab.

Boden

Das Plangebiet befindet sich im Bereich der Hamburger Geest. Die Bodenverhältnisse sind durch den geologischen Untergrund überwiegend aus Sand über Geschiebelehm und untergeordnet im westlichen Rand aus Sanden mit humosen Einlagerungen (Talsande) bestimmt. Bedingt durch die Nutzung als Schulgelände bzw. Stellplatzanlage sind die Böden größtenteils überbaut oder versiegelt, die Böden sind tiefgründig gestört. Geotope, Bodendenkmäler, oberflächennahe Torfvorkommen oder schutzwürdige Böden nach BodSchG sind im Plangebiet nicht vorhanden.

Laut Bodengutachten folgen unterhalb der partiell versiegelten Oberflächen sandige und teils bindige Auffüllungen in lockerer bis dichter Lagerung mit maximalen Schichtmächtigkeiten von lokal ca. 3,7 m. Unterhalb der Auffüllungen folgen heterogene Baugrundverhältnisse in Form von gewachsenen geringmächtigen Sanden, partiell organische Weichschichten in Form von Torf und partiell Mudde sowie zum Großteil mächtige gewachsene Geschiebeböden. Es kann davon ausgegangen werden, dass vollflächig gewachsene Geschiebemergelschichten in größeren Mächtigkeiten anstehen.

Zentral im südlichen Geltungsbereich befinden sich im Untergrund geringmächtige Rückstände von verbliebenen organischen Weichschichten in Form von Torf und partiell Mudde. Räumlich begrenzt besteht ein Bodengaspotenzial.

Wasser

Im Zuge der Bohrarbeiten des Baugrundgutachtens wurde Schichten- bzw. Stauwasser festgestellt. Der Bemessungsgrundwasserstand wird auf einer Höhe von im Mittel 17,5 m üNHN bzw. 1,5 m unter Geländeoberkante (GOK) angegeben. Aufgrund des hohen Bemessungswasserstands und stark bindigen Schichten ist eine planmäßige Versickerung von Oberflächenwasser nur in Teilbereichen möglich.

Oberflächengewässer bestehen im Plangebiet nicht, jedoch angrenzend mit dem Bramfelder See.

Tiere und Pflanzen

Insbesondere entlang der nordwestlichen Plangebietsgrenze zum Bramfelder See hin befinden sich hochwertige Gehölzbestände. Weitere bedeutende Gehölzstrukturen rahmen das zentrale Gebiet entlang der südwestlichen und nordöstlichen Wege ein.

Unmittelbar nördlich an das Plangebiet angrenzend befindet sich der Bramfelder See mit der den See umgebenden, vorwiegend extensiv gestalteten öffentlichen Grünanlage. Größere Teile des Gehölzbestandes (Sumpfwald) zwischen Plangebiet und Bramfelder See sind wie der See gesetzlich geschützte Biotope. In der südöstlich angrenzenden Großwohnsiedlung sind vor allem die Großbaumalleen hervorzuheben.

Nähere Angaben zum Bestand von Natur und Umwelt (inkl. Fauna) sind dem Umweltbericht zu entnehmen (siehe Ziffer 4).

3.4.4. Erschließungssituation

Verkehrliche Erschließung

Die Erschließung des Plangebietes erfolgt über die Straße Borchertring. Die Verkehre der Ringstraßen im südlichen Bereich werden auf der Ost-Westachse Gründgensstraße zusammengeführt. Darüber hinaus ist das Plangebiet an den nördlichen Siedlungsrandweg angebunden, welcher ausschließlich der Erschließung zu Fuß und mit dem Fahrrad dient.

Die zum Plangebiet nächstgelegene Haltestelle befindet sich in etwa 500 m Entfernung (Haltestelle Borchertring). Hier verkehrt aktuell die Buslinie 2018, die Nachtbuslinie 617 sowie die Metrobuslinie 7, über welche der S- und U-Bahn-Haltepunkt Barmbek in etwa 15 Minuten und der U-Bahn-Haltepunkt Habichtstraße (U1) in etwa 10 Minuten erreicht werden kann.

Sämtliche durch Steilshoop verkehrende Buslinien fahren während der Hauptverkehrszeit an Normalwerktagen, aber auch am Wochenende, im 10-Minuten-Takt, teilweise auch im 5-Minuten-Takt.

Aufgrund der Baumaßnahmen der U-Bahnlinie U5 wird sich Fahrplanangebot im Raum Barmbek-Steilshoop-Bramfeld noch über mehrere Jahre in einem angepassten Zustand befinden, sodass die vorgenannten ÖPNV-Anbindungen nur die aktuelle Situation widerspiegeln.

Der nächstgelegene S-Bahn-Haltpunkt mit der S-Bahn-Station Rübenkamp befindet sich in einer Entfernung von rund 2,5 Kilometern südwestlich des Plangebietes und kann über die nächstgelegene Haltestelle „Borchertring“ mit der Buslinie 218 erreicht werden. Die S-Bahn schafft eine Verbindung in die Hamburger Innenstadt mit etwa 16 Minuten Fahrzeit. Mit dem geplanten Bau der U5 und der Haltestelle Steilshoop erhält der Stadtteil eine schnelle Verkehrsanbindung an die Hamburger Innenstadt und bis hin zum Siemersplatz im Nordwesten von Hamburg. Im Osten soll die geplante U5 in Bramfeld enden. Darüber hinaus befindet sich der Standort Steilshoop innerhalb des Geschäftsbereichs von Car-Sharing-Anbietern.

Die nächstgelegene StadtRad-Station befindet sich am Einkaufszentrum Steilshoop fußläufig rund 750 m weit vom Plangebiet entfernt. Über das quartiersinterne Straßennetz besteht Anschluss an die über die östliche Gründgensstraße verlaufende Radroute 5. Die Route ist Richtung Südwesten zur Innenstadt und Richtung Nordosten nach Bramfeld und Poppenbüttel orientiert. Auf kurzem Wege ist auch der Einstieg in die Freizeitroute 11 möglich, die nördlich des angrenzenden Kleingartengebietes und am Südufer des Bramfelder Sees entlangführt.

Ver- und Entsorgung

Das im Plangebiet anfallende Schmutzwasser kann schadlos und ohne Mengenbegrenzung in die vorhandenen Schmutzwassersiele im Borchertring eingeleitet werden.

Im Borchertring befindet sich ein Regenwassersiel, welches innerhalb der öffentlichen Verkehrsfläche am Nordrand des Plangebiets verläuft und auf einer Höhe von rd. 15,0 m üNHN ungedrosselt in den Bramfelder See einleitet. Es sind mehrere Regenwasserhausanschlüsse im Plangebiet vorhanden. Das im Zuge des geplanten Vorhabens anfallende Regenwasser ist ausschließlich durch entsprechende Rückhaltung auf den Grundstücken und eine verzögerte Ableitung in die Regenwassersiele abzuleiten. Die maximale Regenwasser-Einleitmenge in das öffentliche Regenwasser-Sielnetz bzw. in den Bramfelder See wurde aufgrund der hydraulischen Auslastung der Seebek (von der Wasserwirtschaft des Bezirksamtes Wandsbek) auf 2 l/s*ha begrenzt und wird im Rahmen eines wasserrechtlichen Verfahrens und einer wasserrechtlichen Genehmigung beschieden.

Für eine gesicherte Stromversorgung ist im allgemeinen Wohngebiet eine Netzstation nebst Leitungstrassen zur Anbindung an die öffentlich gewidmete Straßenverkehrsfläche vorzusehen. Eine Regelung hierzu ist im Bebauungsplan nicht erforderlich.

Im Plangeltungsbereich befindet sich im Südosten von der öffentlichen Straßenverkehrsfläche im Borchertring auf das Flurstück Nr. 910 eine Fernwärmeleitung im Bestand.

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