Planunterlagen: "Neues Wohnen am Steendiekkanal"

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Inhaltsverzeichnis

Begründung

3.3.1.4. Städtebaulicher Wettbewerb

Im Rahmen eines dem Bebauungsplanverfahren in 2017 vorgeschalteten einphasigen städtebaulichen Wettbewerbsverfahrens ist die städtebauliche Neuordnung des ca. 4,85 ha großen Plangebiets am Steendiekkanal vorqualifiziert worden. Dem Wettbewerbsverfahren wiederum vorangegangen ist ein Ideenträgerverfahren des Landesbetriebs für Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG). Da das angestrebte Bebauungs- und Nutzungskonzept auf Grundlage des bestehenden Planrechts nicht realisiert werden kann, ist die Schaffung neuen Planrechts erforderlich. Der im städtebaulichen Wettbewerb prämierte Entwurf wurde daher in einen Funktionsplan einschließlich eines Freiraumkonzepts übersetzt, der die Grundlage für das durch das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung in Form des Bebauungsplans zu schaffende neue Planungsrecht darstellt.

3.3.1.5. Milieugebiet Finkenwerder Kapitäns-Siedlung

Teile des Plangebietes liegen im Milieugebiet Finkenwerder Kapitäns-Siedlung. Im Milieuschutzbericht vom August 1985 wird das in den 1920er- und 30er Jahren entstandene Wohngebiet nördlich des alten Ortskerns beschrieben, das nach Aufspülung des nördlichen Deichvorlands als Folge der um 1900 vorgenommenen Hafenerweiterung für die Beschäftigten der sich dort schnell ansiedelnden neuen, hafenbezogenen Industrien errichtet worden war. „So entstand neben dem urwüchsigen Ortskern in neuem, planvollem und mehr städtischem Charakter im Bereich des heutigen Ortsamtes - neben einigen meist 3- geschossigen Blöcken und Zeilen des sozialen Wohnungsbaus - eine Siedlung 2-geschossiger, freistehender Einfamilienhäuser, die sogenannte ‚Kapitäns-Siedlung‘.“ Das Quartier war uns ist nach wie vor geprägt von Steildächern mit roter Pfannendeckung, roten Ziegelfassaden, viel Grün und Verbundenheit zur Seefahrt ausdrückenden gestalterischen Details. Die Wohnhäuser sind im Auftrag der Deutschen Werft als Prototypen von Laubenganghäusern / Zeilen, Blöcken und Einzelhäusern meist in traditionell norddeutscher, bodenständiger Ziegelbauweise mit weißen Sprossenfenstern beauftragt worden. Durch die Kombination von Geschoßwohnungsbau und durch Einzelhäuser geprägten Teilbereichen der Siedlung war eine soziale Mischung intendiert. Durch gezielte Kleinmaßstäblichkeit auch im Geschosswohnungsbau, eine bodenständige Materialwahl, die besagten maritimen Details und durchgrünte Freiräume sollte für die Zielgruppe aus Mittelstand und Arbeiterschaft ein beschaulich-heimatliches Siedlungsbild geschaffen werden.

3.3.1.6. Mobilitätskonzept Finkenwerder

Aufgrund der fortlaufenden baulichen Entwicklungen in Finkenwerder insbesondere auch die Erweiterung der Flächen des ZAL sowie des DLR (Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum), die Errichtung des Dienstleistungszentrums am Airbuswerk sowie unterschiedliche Wohnungsbauprojekte betreffend wurde 2020 auch angesichts bereits bestehender Verkehrsprobleme der Bedarf gesehen, eine übergeordnete Betrachtung zur künftigen Abwicklung der resultierenden Verkehre vorzunehmen.

Daher wurde für Finkenwerder ein 2022 finalisiertes Mobilitätskonzept erstellt, welches untersucht, wie zukünftig Verkehre besser gemanagt, auf andere emissionsärmere Verkehrsmittel verlagert bzw. von vornherein vermieden werden können. Das Konzept zeigt Maßnahmen auf, welche auch schon kurzfristig zu einer Verbesserung der Verkehrssituation in Finkenwerder beitragen können. Hier geht es zum einen darum, die Attraktivität der bereits vorhandenen guten Anbindung an den ÖPNV weiterhin zu steigern. Zum anderen soll eine Umgehungsstraße den Durchgangsverkehr durch Finkenwerder unterbinden bzw. reduzieren. Tempolimits in der Ortsdurchfahrt sollen die Attraktivität der Umgehungsstraße zusätzlich steigern. Ein Fokus der Maßnahmen liegt zudem auf der Stärkung der Nahmobilität z.B. durch alternative Lieferkonzepte und Bike-Sharing Angebote sowie die geplante Anbindung an einen Radschnellweg.

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