Im Plangebiet wurde eine gutachterliche Baumbestandsaufnahme und -bewertung hinsichtlich der Vitalität sowie dem gestalterischen und ökologischen Wert der Bäume für das Plangebiet durchgeführt. Für die im Plangebiet vorhandenen Bäume und Hecken gelten die Bestimmungen der Baumschutzverordnung (BaumschutzVO) vom 28. Februar 2023. Die Ergebnisse der Bestandserfassung und der Bewertung der Bäume wurden bei der Erarbeitung des Planentwurfes so weit wie möglich berücksichtigt.
Insgesamt wurden 332 Bäume aufgenommen. Kennzeichnend für das Plangebiet ist ein das Ortsbild prägender Baumbestand. Auf den Grünflächen zwischen den Gebäuden befinden sich Bäume teils einzeln als auch in kleinen Baumgruppen bzw. -reihen. Straßenbegleitend entlang des Haidlandrings wird der Baumbestand von Norden Richtung Süden dichter und geht von vereinzelt stehenden Bäumen in dichtere Baumgruppen über. Entlang und zwischen der Bebauung im mittleren Teil des Gebiets als auch im Bereich der Kinderspielflächen befindet sich ein dichter und erhaltenswürdiger Baumbestand. Solitärbäume sind nur wenige vorhanden. Der nördliche Teil des Grundstücks grenzt an eine öffentliche Parkanlage mit einem sehr dichten Gehölzbestand an, die westliche Grundstücksgrenze wird durch den Gehölzbestand der anliegenden Kleingartenanlage geprägt. Es handelt sich um einen gemischten Baumbestand, der überwiegend aus erhaltenswürdigenden Laubbäumen wie Hainbuchen, Spitzahorn und Feldahorn besteht. Das Baumgutachten enthält eine detaillierte Beschreibung und Bewertung des Baumbestandes. Zusammenfassend sind von den 332 begutachteten Bäumen: 15 Bäume als sehr erhaltenswert, 195 Bäume als erhaltenswert, 76 Bäume als bedingt erhaltenswert, 16 Bäume als nicht erhaltenswert bewertet und 20 Bäume sind nicht in die Bewertung eingeflossen.
Der erhaltenswerte und sehr erhaltenswerte Baumbestand befindet sich zu sehr großen Anteilen außerhalb der Baugrenzen am südwestlichen Rand des Plangebiets sowie im mittleren Baufeld. Bei der Festlegung der überbaubaren Grundstücksflächen wurde auf den zu erhaltenden Baumbestand Rücksicht genommen, um den grünen Charakter und die prägenden Raumkanten des Standorts zu erhalten. Diese Bäume bzw. Gehölze übernehmen darüber hinaus eine wichtige kleinklimatische und ökologische Funktion im neuen Wohnquartier, in dem sie die lokale Verschattung und Verdunstung fördern und Lebensräume für Insekten, Vögel und Fledermäuse bieten.