Die Stellau ist derzeit innerhalb des Plangebietes weitestgehend verrohrt. Als nachturschutzfachliche Zielsetzung wurden im Pflege- und Entwicklungsplan der Stellau (Stand: 2017) Maßnahmen wie beispielsweise Öffnung der Verrohrung, Förderung des Fließverhaltens, Herstellung von Tiefen- und Breitenvarianz durch Strömungslenker, Schaffung von neuem Lebensraum für aquatische Organismen, und Entwicklung von lebensraumtypischer Ufervegetation vorgeschlagen. Der Pflege und Entwicklungsplan für die Stellau umfasst auch Bereiche außerhalb des Plangebiets, die im Zusammenhang betrachtet werden.
Im Geltungsbereich des Bebauungsplans soll entsprechend der Vorplanung zur Öffnung der Stellau ein etwa 10 m breiter Korridor für einen naturnahen, mäandrierenden Gewässerabschnitt vorgesehen werden, der einen Sandfang enthält. Im Bereich des Sandfangs soll die Fläche für die Wasserwirtschaft auf ca. 24 m aufgeweitet werden. Der geplante mäandrierende Verlauf der Stellau wird inkl. Uferböschung als Fläche für die Wasserwirtschaft festgesetzt (ca. 1.970 m2), um die Renaturierung zu ermöglichen.
Innerhalb der Maßnahmenfläche M1 wird eine Zufahrt vom Wiesenredder zum Sandfang und im Bereich des Sandfangs eine Geräteaufstellfläche eingerichtet, um erforderliche wasserwirtschaftliche Unterhaltungsmaßnahmen durchführen zu können.
Eine Querung der Stellau als Brücke (als unverbindliche Vormerkung in der Planzeichnung enthalten) soll zur Erlebbarkeit beitragen und eine Verbindung zwischen dem nördlich vorhandenen Weg und der geplanten Parkanlage/Spielfläche herstellen.