3.3.2. Fachtechnische Untersuchungen und Gutachten
Folgende Untersuchungen, Gutachten und Fachplanungen wurden zum Bebauungsplan Steilshoop 12 durchgeführt:
Baumgutachterliche Bestandsaufnahme
Der Baumbestand wurde im Juni 2025 aufgenommen und bezogen auf den Gesamtzustand, die Erhaltungsfähigkeit sowie das Entwicklungspotential der Bäume/Gehölze bewertet. Bäume und Flächengehölze wurden in Bestandsplänen erfasst und in Bestandlisten u.a. bzgl. ihrer Vitalität dokumentiert.
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag - Potenzialanalyse
Im März 2024 wurde ein artenschutzrechtlicher Fachbeitrag erarbeitet und eine Potenzialanalyse und artenschutzfachliche Prüfung durchgeführt. Im Zuge dessen wurde ermittelt, welche nach den europäischen Richtlinien geschützten Arten (Anhang IV der FFH-Richtlinie) und Vogelarten vorkommen können. Im Ergebnis wurde die Wirkung des Vorhabens auf die genannten Arten prognostiziert und eine vorläufige artenschutzfachliche Betrachtung des geplanten Vorhabens durchgeführt. Im Januar 2025 wurde eine Vorbemerkung hinsichtlich der Erweiterungsfläche im Fachbeitrag ergänzt.
Landschaftsplanerischer Fachbeitrag
Im Juni 2025 wurde der landschaftsplanerische Fachbeitrag erstellt. Auf Basis einer Bestandsaufnahme und -bewertung sowie der Darlegung der Eingriffe durch die Neuplanung wurden zum einen Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen zur Umsetzung der Ziele und Grundsätze von Naturschutz und Landschaftspflege aufgezeigt.
Verkehrsgutachterliche Stellungnahme, Erschließungs- und Mobilitätskonzept
Eine verkehrsgutachterliche Stellungnahme wurde im Juni 2025 erstellt, in der die vorhandene verkehrliche Erschließung im öffentlichen Personennahverkehr, im Radverkehr und im Kfz-Verkehr analysiert wurde. Zudem wurden die verkehrlichen Auswirkungen des geplanten Bauvorhabens auf die umliegenden Knotenpunkte bewertet. Auf dieser Grundlage wurde ein Mobilitätskonzept entwickelt, welches im Sinne der angestrebten Mobilitätswende u.a. Reduktionspotenziale bzgl. der PKW-Nutzung für die zukünftige Bewohnerschaft aufzeigt.
Lärmtechnische Untersuchung
Im Juni 2025 wurde eine lärmtechnische Untersuchung erstellt. Gegenstand der Untersuchung waren die durch die umliegenden Sportanlagen sowie den Verkehr verursachten Geräuschauswirkungen auf das Plangebiet und die geplanten Nutzungen, um diesbezüglich Aussagen über die Gewährleistung gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse treffen zu können. Außerdem wurde die durch die geplante Tiefgarage verursachte Lärmbelastung auf umgebende Wohngebäude untersucht.
Geotechnischer Bericht
Zur näheren Erkundung des Untergrundes wurden im August und November 2025 geotechnische Berichte mit Baugrundbeurteilung und Gründungsberatung erstellt. Darüber hinaus erfolgte eine orientierende Schadstoffanalyse. Im August 2025 wurde ergänzend eine Kurzstellungnahme zur Untersuchung des erhöhten Chromgehalts im Bereich des Baufeldes A erstellt.
Entwässerungskonzept/Überflutungsnachweis
Im Januar 2026 wurde ein Entwässerungskonzept für Schmutz- und Regenwasser erstellt, u. a. um die geregelte Oberflächenentwässerung im Plangebiet sicherzustellen.
Energiekonzept
Im August 2025 wurde ein Energiekonzept erarbeitet, um für das Plangebiet eine möglichst CO2-arme Kombination aus Dämmstandard und Energieversorgung - bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Vertretbarkeit - sowie Vorteile und Synergieeffekte einer gebietsbezogenen gegenüber einer gebäudebezogenen Energieversorgungslösung zu identifizieren.
Verschattungsgutachten
Im Juni 2025 wurde ein Verschattungsgutachten erstellt, um die Erfüllung der allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse nachzuweisen. Es wurde untersucht, inwieweit sich die Neubebauung auf die Besonnung und Verschattung der Umgebung auswirkt (Umgebungsverschattung). Zudem wurde die Eigenverschattung der Gebäude im Plangebiet prognostiziert.